Como

Como mit DomComo mit Dom

Die Metropole Como mit ca. 90.000 Einwohnern gab dem See den Namen. Sie ist eine der bedeutendsten Städte der Lombardei. Como liegt am südwestlichen Seeufer, eingebettet in einer von Bergen umgebenen Bodensenke.

Das Gebiet der Provinzstadt Como wird im Westen vom Luganer See, der Provinz Varese (32 km) und der Schweiz begrenzt, im Süden von der Provinz Mailand (50 km), und im Osten von der Provinz Lecco (30 km).


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Viele Touristen besuchen jährlich die Stadt und begeistern sich an den vielen Sehenswürdigkeiten, kulturellen und künstlerischen Angeboten. Beeindruckend ist auch die langgezogene Uferpromenade, die zu einem gemütlichen und entspannten Spaziergang einlädt. Den Römern verdankt Como seine schachbrettartige Anlage der Altstadt. Mehr zur Geschichte von Como.

Como - Rückseite des DomsRückseite des Doms


Das Wahrzeichen von Como ist der Dom und der Broletto auf der Piazza Duomo.

Über vier Jahrhunderte dauerte der Bau des Domes, dessen Grundstein 1396 gelegt wurde und der mit der Fertigstellung der Kuppel im Jahr 1740 seine Vollendung fand.

Namhafte Künstler und Architekten arbeiteten an dem Bau der Kathedrale. Hier seien nur einige genannt: Lorenzo degli Spazzi, Pietro da Breggia, Lucchino Scarabota, Tommaso und Rodari da Maroggia.

Como - Seitenansicht des DomsSeitenansicht des Doms


Die Statuen von Plinius des Älteren und des Jüngeren flankieren das Hauptportal. Beide wurden im 1. Jh. in Como geboren und sind u.a. als Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Rhetoriker in die Geschichte eingegangen. Die Brüder Tommaso und Rodari haben die Kunstwerke geschaffen.

Hat man sich nach Betreten der Kathedrale an das dunklere Licht gewöhnt, fallen die beiden Weihwasserbecken neben dem Portal auf. Sie stammen aus dem Vorgängerbau des Domes, der antiken, römischen Basilika "Santa Marie Maggiore", etwa 9. Jahrhundert. Eines der Becken wird getragen von einem starken Löwen, das andere von einer Löwin, die ihre Jungen säugt.

Eine besondere Wirkung hat das Licht, das durch die Buntglasfenster fällt.

Das dreischiffige gotische Langhaus beherbergt ein besonderes Juwel: Gobelins, die zwischen den Pfeilern des Mittelschiffes zu bewundern sind. Einen Akzent setzt die Kuppel mit ihrer Höhe von 75 m.

Como - Hauptportal des DomsHauptportal des Doms mit Brolette


Besonders erwähnenswert ist der Altar der "Maestri Campionesi" (Mittelalterliche Kunsthandwerker aus der Gegend von Como und dem Tessin). Dieser diente schon in dem Vorgängerbau als Altar und war in dem Barockaltar der Apsis eingeschlossen und verborgen. Der 1964 wiederentdeckte Altar wirkt besonders interessant, weil er den Übergang zur Gotik aufzeigt. Die Gestaltung der Figuren entsprechen der Romanik, während die Ziermotive gotischen Charakter haben. Weitere Sehenswürdigkeiten sind im rechten und linken Seitenschiff zu bewundern.


Como - Piazza DuomoPiazza Duomo mit Uhrenturm rechts

Neben dem Dom steht der Palazzo del Broletto mit seiner in verschiedenen Grautönen gehaltenen Fassade. Im abschließenden Uhrenturm residierte früher die Stadtverwaltung, ein Theater und ein Archiv. Heute finden hier von Zeit zur Zeit Ausstellungen sowie öffentliche Veranstaltungen statt.

Como - Via Vittorio Emanuelle IIVia Vittorio Emanuelle II







In der Verlägerung der Piazza Duomo gelangt man über die geschäftsreiche Fußgängerzone "Via Vittorio Emanuele II" zur Basilika "San Fedele".







Auf einem Vorgängerbau, aus karolingischer Zeit, wurde die Kirche im 12. Jahrhundert errichtet.

Como - Basilika San FedeleBasilika San Fedele

Como - Basilika San FedeleBasilika San Fedele

















Die Hauptfassade mit ihrer eindrucksvollen Zwergengalerie wurde 1914 vollendet.
Auf der Piazza gleichen Namens befindet sich das Hauptportal.

Der Innenraum der Kirche wurde in der Zeit der Renaissance und des Barocks neu gestaltet und wirkt auf den Besucher sehr freundlich und einladend. Der überwiegende Teil der Innenausstattung stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Die Fresken wurden im 13. Jahrhundert gemalt.

Abgerundet wird die Besichtigung durch die Betrachtung des Nordportals mit "Daniel in der Löwengrube" und darüber "Habakuk" mit einem Engel. Rechter Hand befindet sich ein Fabeltier, das als Drache oder geflügelter Löwe interpretiert werden kann.

ComoMuseo Civico



In der Verlängerung der "Via Vittorio" befindet sich auf der "Piazza Medaglie d`Oro" das archäologische "Museo Civico" und das "Civico Museo Garibaldi".

Das archäologische Museum zeigt Fundstücke aus der Vorgeschichte Comos sowie der Römerzeit. Ebenfalls sind viele Relikte aus der Gotik ausgestellt.


Das "Civico Museo Garibaldi" ist dem italienischen Nationalhelden und Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi gewidmet. Viele Plätze und Strassen Italiens sind nach ihm benannt.

Como - Torre di Porta VittoriaTorre di Porta Vittoria




Folgt man von hier aus der "Via Giovio" und biegt nach links in die "Via C. Cantu", so erreicht man an deren Ende die noch bestehende Befestigungsanlage "Torre di Porta Vittoria".

Dieser Turm entstand am Ende des Krieges gegen Mailand im Jahre 1192.
Beeindruckend sind die übereinander liegenden Doppelfenster.




Como - Santissima AnnunziataSantissima Annunziata


Verlässt man die westliche Stadtmauern von Como so gelangt man zur "Viale Varese". An ihr befindet sich die "Chiesa Santissima Annunziata". 1470 wurde die Kirche weitgehend zerstört und in den Jahren (1564-1574) wieder aufgebaut.

Die heutige Architektur ist dem Barock nachempfunden. Die Ausstattung des Innenraumes ist unverkennbar durch den Frühbarock geprägt, besonders erkennbar an den Stukkaturen von Giovanni Battista Barberini.

Das Kruzifix über dem Hochaltar stammt allerdings aus der spätgotischen Zeit und wird als wunderbringend heute noch verehrt.


Folgt man der "Viale Varese" in Richtung Westen geht diese über in die "Viale Cavallotti". An deren Ende erreicht man, hinter einer Parkanlage, den "Tempio Voltiano".

Como - Tempio VoltianoTempio Voltiano

Dieser ist dem Comasker Physiker und Professor Alessandro Volta (1745-1827) gewidmet. Seine Erfindungen sind hier ausgestellt und in ihrer Funktion erläutert.

Zu seinem Gedenken haben alle damaligen Universitäten der Welt im Gebäude gekennzeichnete Marmorplatten verlegen lassen.

Für naturwissenschaftlich Interessierte ist der Besuch des Tempels ein Muss.

Volta war nicht nur der Erfinder z.B. der Batterie, er brachte auch von einer Reise durch Savoyen im Jahre 1777 die Kartoffel mit, eine Bereicherung des Speisezettels.

Vom Tempel aus geht man die Uferpromenade entlang in Richtung der "Piazza Cavour" mit den Schiffsanlegeplätzen. Auf ihr locken zahlreiche Cafés zum Verweilen. Hier befindet sich auch die Touristeninformation, wo u.a. die Öffnungszeiten der Museen und Kirchen erfragt werden können.

Como - Seilbahn nach BrunateSeilbahn nach Brunate

Beim Blick über den See erkennt man auf der gegenüberliegenden Uferseite eine Seilbahn, die auf das auf 700 m Höhe liegende Brunate führt. Die Eröffnung der Standseilbahn Como-Brunate erfolgte im November 1894. Anfangs wurde sie mit Dampf betrieben, bis 1911 der Umbau auf Elektrizität realisiert wurde. Die 1080 m lange Fahrstrecke wird in knapp 7 Minuten zurückgelegt. Die maximale Steigung liegt bei 55 %.


Nach Erreichen der auf 700m liegenden Bergstation genießt der Betrachter einen atemberaubenden Blick über den See, über den schachbrettartigen Grundriss von Como und den Monte Rosa.

2 km nördlich von Brunate liegt San Maurizio. Hier wurde auf dem Gipfel des "Monte Tre Croci" zum Gedenken an den 100. Todestag des genialen Physikers Alessandro Volta 1927 ein Leuchtturm (Faro Voltiano) errichtet. Er wurde auf einem achteckigen Fundament erbaut, hat eine Höhe von 29 m, und über 143 Stufen einer Wendeltreppe erreicht der Besucher die Turmspitze von der er einen gigantische Blick über den See hat.

Natürlich kann man von Brunate auch zurückwandern. Hinweisschilder befinden sich im Bereich der Bergstation. Ein Pfad führt über den Ort Crescione entlang der Seilbahn und ein zweiter durch den Wald vorbei an der Einsiedelei "San Donato" nach Como. Als Alternative bietet sich für Wanderhungrige die Tour über Monte Piatto nach Torno an. Gehzeit etwas drei Stunden. Von Torno geht es mit dem Schiff zurück nach Como.

Seit dem 16 Jh. Ist Como berühmt für seine Seidenproduktion. Viele Luxusgüter aus Seide werden in zahlreichen Geschäften angeboten. Also ein perfektes Souvenir aus der Urlaubsregion. Wer mehr über die Seidenherstellung wissen möchte, der sei auf das Seidenmuseum hingewiesen, dass 1990 errichtet wurde.

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