Gravedona

Gravedona liegt am Rand eines Schwemmkegels der durch den Fluß Liro gebildet wurde. Der Name des Ortes stammt aus dem ligurischen und bedeutet soviel wie "felsige Landzunge".
Bereits die Siedler der vorchristlichen Zeit lebten vom Fischfang und der Viehzucht. Heute ergänzt der Tourismus die Einnahmequelle.


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GravedonaGravedona



Das Städtchen verfügt über eine gute touristische Infrastruktur; es lockt u.a. mit vielen attraktiven Sehenswürdigkeiten und Denkmälern, einer verwinkelten Altstadt, vielen Grünflächen und einem Strandbad.



UferpromenadeUferpromenade




Sehr einladend ist z.B. die Uferpromenade mit ihrem Schiffsanleger, den Cafés, Bars und Eisdielen. Von hier aus hat man einen ungestörten Blick auf den Palazzo Galio, der auch unter dem Namen "Palazzo delle Quattro Torri" (Palast der vier Türme) bekannt ist.


Palazzo GallioPalazzo Gallio




Dieses Bauwerk wurde 1582 von Kardinal "Tolomero Gallio" in Auftrag gegeben und nach den Entwürfen von Pellegrino de`Pellegrini an der Stelle errichtet, wo früher eine mittelalterliche Burg stand. Jedes Jahr im Sommer wird hier das Piano Master Festival ausgerichtet.

S. Maria delle GrazieS. Maria delle Grazie




Oberhalb von Gravedona steht die Kirche S. Maria delle Grazie. Sie wurde 1467 errichtet und bildete damals den Mittelpunkt eines Augustinerklosters. Lombardische Meister schmückten den Innenraum Ende 15./ Anfang 16. Jh. mit prachtvollen Fresken aus. Von hier oben genießt hat man einen fantastischen Ausblick über den See. Allein diese Tatsache macht den Ausflug zu einem Erlebnis.


Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kirchen S. Maria del Tiglio und S. Vincenzo. Dass beide Kirchen direkt nebeneinander liegen sollte nicht verwundern, denn Gravedona besaß der Legende nach ursprünglich 22 Kirchen.

S. Maria del TiglioS. Maria del Tiglio

Auf den Grundmauern einer ehemaligen Taufkapelle entstand in der Mitte des 12. Jhs. die Kirche "Santa Maria del Tiglio" (Santa Maria von der Linde). Die Kirche ist ein Meisterwerk der romanischen Kunst. Bei ihrem Bau wurde weißer Marmor aus Musso und schwarzer aus Olcio verwendet. Trotz Vandalismus, Kriegen und lokalen Katastrophen ist sie in ihren ursprünglichen Form und Bauart erhalten geblieben. Die Vorderseite präsentiert sich als ein einziger Korpus mit dem im unteren Teil quadratischen und im oberen Teil achteckigen Glockenturm. Der Glockenturm ist charakterisiert durch die 2-3bögigen Öffnungen und die Blindbögen, die typisch sind für die romanische Architektur. Auf halber Höhe, über dem Eingangsportal, findet der Betrachter in Stein gemeißelte Kultbilder des christlichen Glaubens: Schütze, Hirsch, Stern, Schlange.

Das Innere der nahezu quadratischen Kirche ist außergewöhnlich. Die Einfachheit des sakralen Raumes wird durch die Arkaden (Bogengänge) oberhalb der seitlichen Apsiden und den Chorraum mit seinen drei Nischen unterbrochen. Besonders hervorzuheben ist der bunte Mosaiksteinboden mit Taufbrunnen. Ein Relikt aus der frühchristlichen Taufkapelle. Von den ehemals zahlreichen Fresken aus dem 14. und 15. Jh. sind nur noch wenige Zeugnisse erhalten geblieben.


S. VincenzoS. Vincenzo


Nicht weniger interessant ist die Kirche "S. Vincenzo". Sie wurde um 1050 auf einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. Jh. errichtet. Zwischen dem 17. und 18. Jh. wurde der Boden der Kirche höher gelegt, um vor den ständigen Überschwemmungen geschützt zu sein. Im Inneren findet man zahlreiche Gemälde, die in Marmorrahmen eingefasst sind und über den Altären hängen. Zwei Grabinschriften aus dem 6. Jh. sind unter der Orgelempore zu sehen.

Sportmöglichkeiten:

Wie auch Menaggio besitzt Gravedona zahlreiche Gelegenheiten um Sport zu treiben. Ein Strand mit zwei Schwimmbädern, ein Sportzentrum mit Tennisplätzen, Rad- und Wanderwege, sowie ein Trimm-dich-Pfad.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Gravedona:

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