Von Como nach Bellagio

Auf der Fahrt über die kurvenreiche Küstenstraße von Como nach Bellagio erreichen wir nach 12 km den Ort Torno.


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TornoTorno


Die Ortschaft Torno liegt am Fuße des Monte Bisbone direkt gegenüber von Moltrasio. Jahrhunderte lang erlebte der Ort dank seiner Tuch-, Teppich- und Seidenfabriken, deren Produkte europaweit exportiert wurden, eine wirtschaftliche Blütezeit. Empfehlenswert ist ein Spaziergang durch die engen, verschachtelten Gassen.



Sehenswert sind die beiden Kirchen des Ortes "San Giovanni" und "Santa Tecla".

Torno, Kirche San GiovanniTorno, Kirche "San Giovanni"



Die Ursprünge der Kirche "San Giovanni" gehen auf das 6. Jahrhundert zurück. Sie wurde im romanisch-lombardischen Stil erbaut und in späteren Jahrhunderten mit gotischen Elementen ergänzt. Bestechend ist die Vielzahl der Fresken im Kircheninneren.





Torno, Kirche Santa TeclaTorno, Kirche "Santa Tecla"



Direkt am See liegt die Kirche "Santa Tecla", ein romanischer Bau aus dem 13. Jahrhundert. Im Wasser spiegelt sich der mit Rundbogenfenstern ausgestattete Glockenturm sowie das Portal mit seiner gotischen Rosette.





Zu Torno gehörend, allerdings etwas außerhalb des Zentrums, finden sie eine der ältesten Villen am Comer See - die "Villa Pliniana". Sie wurde um das Jahr 1575 erbaut und im Laufe der Zeit von den verschiedenen Besitzern weiter kunstvoll ausgestattet. Viele Persönlichkeiten von Napoleon über Rossini bis Churchill kehrten als Gäste hier ein. Erwähnenswert ist ein Phänomen, dass bereits Leonardo da Vinci beschäftigte. Aus einer Grotte oberhalb der Villa tritt Quellwasser in unregelmäßigen Abständen (mehrmals am Tag) ins Freie und fließt unterhalb der Villa in den See.

Von Torno aus fahren wir an der Küstenstraße Richtung Norden vorbei an den Ort Careno nach Nesso. Careno liegt an der schmalsten Stelle des Sees. Bis zum gegenüberliegenden Ufer sind es knapp 650 Meter.

NessoNesso




Im Bereich von Nesso, ein malerischer Ort aus dem Mittelalter, erreicht der See seine maximale Tiefe von 425 m.








Besonders beeindruckend ist der "Orrido di Nesso". Der kleine Fluss "Nose" stürzt als gewaltiger Wasserfall über mehrere Stufen durch enge Felsformationen in die Tiefe und durchquert den Ort, bevor er in den See gelangt. Genau beobachten kann man dieses Schauspiel von dem Vorplatz an der Provinzstraße oder von einer kleinen römischen Brücke aus, die über den Wildbach gespannt ist.

Lezzeno ist der nächste Ort auf der Fahrt Richtung Bellagio. Durch seine ungünstige geographische Lage gelangen im Winter die Sonnenstrahlen nicht in den Ort, im Sommer ist der Mond nicht zu sehen.

LezzenoLezzeno



Zu Lezzeno gehört ein Küstenabschnitt mit interessanten Felsformationen. Die hohen Felsen mit ihren imposanten Höhlen sind allerdings nur mit dem Boot erreichbar. Besonders beeindruckend ist die "Grotta dei Carpi". Die Sonnenstrahlen erzeugen in ihrem Inneren ein außergewöhnliches Farbenspiel. Daher hat sie den Namen "Blaue Grotte des Sees".



Eine lohnende Sehenswürdigkeit ist die 3 km vom Ortszentrum entfernte Wallfahrtskirche "Madonna delle Lacrime", deren Entstehung auf das 17. Jahrhundert zurück geht. Sie verdankt ihre Gründung den Bluttränen einer Madonnen-Statue, die hier stand. Die Pilgerstätte ist dem klassischen Barock nachempfunden und im Inneren mit drei wertvollen, aus mehrfarbigem Marmor gefertigten Altären ausgeschmückt. Die Kuppel wurde mit verschiedenen Fresken ausgestattet.

Von Lezzeno sind es nun noch 6 km zu der "Perle des Sees" - Bellagio.

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